Freitag, 4. September
Frühstück im Salon (diesmal mit einem Werbefilm über die Schweiz):
Abfahrt gegen Zwölf. Zunächst geht es etwas eintönig durch das Plateau de l’Arid, …
… dann hinter Zeida im Mittleren Atlas durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft und vorbei am – allerdings wenig einladenden – Kratersee Aguelmame Sidi Ali.
Schließlich erreichen wir kurz vor Azrou den Nationalpark Ifrane mit seinen Zedernwäldern und zutraulichen Berberaffen. Wir füttern die Affen mit dem ohnehin schon herumliegenden Brot (und bekommen von einem Marokkaner eine riesige Kiste mit Äpfeln geschenkt).
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Dann sind es noch etwa 100 abwechslungsreiche Kilometer …
… bis wir kurz vor Sechs Fès erreichen. Nach einer Fahrt durch mehrere Stadttore stellen wir unser Auto in einem zentralen Parkhaus ab und kontaktieren das Hotel.
Kurz darauf holt uns ein Mitarbeiter ab, hilft uns mit dem Gepäck und führt uns durch das Bab Boujeloud und die Gassen der Medina zu unserem Hotel Riad al Fanouss.
Dort müssen wir leider feststellen, dass wir nicht das gebuchte »Deluxe-Familienzimmer«, sondern ein viel kleineres mit weniger Betten bekommen haben (dabei hatten wir das Hotel nur wegen des besonders schönen Zimmers ausgewählt). Der Hotelmanager stellt sich stur und erfindet im Laufe der nächsten Stunde zahlreiche Ausreden, die sich alle als nicht wahr herausstellen. Schließlich gibt er uns für diese Nacht noch zusätzlich ein Zimmer mit einem Doppelbett, aber nur wenn wir unsere Buchung stornieren und gleich in bar bezahlen. Das kommt uns zwar auch seltsam vor, aber da wir nicht noch mehr unserer wertvollen Zeit verlieren wollen, verzichten wir auf den Begrüßungstee auf der Dachterrasse …
… und willigen schließlich ein, als er uns verspricht, dass wir am nächsten Tag in unser gebuchtes Zimmer umziehen können.
So ist es schon halb Neun, bis wir endlich das Hotel verlassen können. Wir sind genervt, erschöpft (es hat auch in Fès über 40 °C) und hungrig. Der Einfachheit halber gibt es heute frittierte Teilchen und Crêpes mit Saft und Shakes zum Abendessen.
Alles sehr lecker. So gestärkt können wir die Gassen der Altstadt auf dem Rückweg zum Hotel schon wieder etwas mehr genießen.