Dienstag, 1. September
Nach einer erstaunlich erholsamen Nacht erkundet Isa das morgendliche Treiben am Fluss, wo bereits alles für den neuen Ansturm vorbereitet wird (während die einen nach der Nacht in der Schlucht noch gemütlich frühstücken und die anderen bereits neu eintreffen).
Nach einem sehr leckeren Frühstück …
… verlassen wir nicht nur unsere sympathische Unterkunft, sondern auch das Todra-Tal:
Es geht Richtung Osten in eine große Ebene hinein und wird immer wüstenhafter (trotzdem gibt es noch Kaffee aus Siebträgermaschinen am Straßenrand):
Ohne Zweifel – wir nähern uns der Sahara:
Was die Polizei nicht davon abhält, auch auf dieser Strecke mehrfach zu kontrollieren. Gleich zweimal werden wir rausgezogen, einmal haben wir angeblich schon wieder etwas falschgemacht (an dem schwer erkennbaren Stoppschild der Polizei nicht vorschriftsmäßig angehalten – obwohl wir schon durchgewunken worden waren) und sollen dieses Mal 400 Dirham bezahlen. Olivers Geldbeuteltrick funktioniert nicht so richtig, die Polizeibeamten wären auch mit 200 Dirham zufrieden. Da Oliver allerdings auf einer Quittung besteht, kommen wir auch hier ohne Bezahlung davon.
Kurz vor Erfoud stoßen wir auf mehrere Ketten von Qanat-Schächten, die wir spontan besichtigen (es hat schon wieder über 40 °C, aber immerhin ist es im unterirdischen Kanal vergleichsweise kühl):
Etwas später dann eine sehr chillige Gruppe Dromedare am Straßenrand (bisher haben wir sie meist nur aus der Ferne gesehen). Wir können nicht widerstehen und halten an – und beobachten fasziniert, wie sich Amelia (und später auch Olivia) allmählich nähert, mit einem Dromedar Kontakt aufnimmt und es schließlich streichelt.
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Bald darauf tauchen die bis zu 200 Meter hohen Sanddünen des Erg Chebbi, einem großen Sanddünengebiet in der westlichen Sahara, aus dem Dunst auf:
Um halb Sechs erreichen wir Merzouga, das zu Füßen des Erg Chebbi und nur wenige Kilometer von Algerien entfernt liegt. Dort haben wir für zwei Nächte ein Zimmer in der Auberge Sahara gebucht, die direkt an den Dünen liegt. Die Lehmwände des Gebäudes strahlen eine gewaltige Hitze aus, aber netterweise wurde unser Zimmer bereits vorgekühlt, so dass es sich gut aushalten lässt – vor allem nachdem wir uns im Pool erfrischt haben.
Zur Sonnenuntergangszeit spazieren wir ein wenig durch die Dünenlandschaft hinter dem Hotel. Von der Sonne ist zwar nichts zu sehen, aber barfuß im Saharasand zu stehen, fühlt sich trotzdem wunderbar an.
Abends fahren wir bei inzwischen nur noch schlappen 39 °C zum Restaurant Matouda, wo wir leckere Harira-Suppe und zum ersten Mal Tajine mit Pflaumen essen.
Danach machen wir es uns in unserem Zimmer gemütlich, als wir plötzlich ein Prasseln hören. Tatsächlich – es schüttet:
Was für ein besonderes Erlebnis – Regen in der Sahara!