Sonntag, 23. August
Nach dem Frühstück (schon wieder mit sehr vielen Bienen) …
… besichtigen wir die Gerberei von Taroudant, …
… bevor wir die Stadt endgültig verlassen (der wohl sehr interessante Berbermarkt ist vor einigen Monaten abgebrannt und daher leider derzeit nicht sehenswert).
Nach einer Weile kommen allmählich die Berge aus dem Dunst zum Vorschein und wir nehmen die Abzweigung Richtung Tizi n’Test.
Die Straße über den Hohen Atlas ist eine Großbaustelle mit wenigen bereits fertiggestellten Straßenabschnitten – das haben wir leider erst gestern Abend durch Zufall herausgefunden. Bei einem Erdbeben vor drei Jahren kam es zu starken Beschädigungen der alten Straße (und vieler Dörfer), was offensichtlich zum Anlass genommen wurde, die Straße gründlich auszubauen. Das Ausmaß ist für uns wenig nachvollziehbar und wir sehnen uns nach der alten Straße, die zwischen den riesigen Schuttbergen teilweise noch zu erahnen ist.
In einer Serpentinenkehre eine Kaffee- und Toilettenpause:
Dann ist es nicht mehr weit …
… bis zum Pass Tizi n’Test auf 2.100 m:
Auch auf der anderen Passseite ein ähnliches Bild von Bergwelt und Zerstörung (hier noch mit Kurven- und Baustellenschildern für alle, die es noch nicht bemerkt haben):
Gegen Fünf erreichen wir ziemlich gerädert das Hotel Gite Berber Home, wo wir ein schlichtes Dreibettzimmer gebucht haben. Das Zimmer ist okay, wenn auch das Bad im Zimmer in einem nach oben offen Container liegt, es die versprochene Dachterrasse nicht gibt und die angeblich so hübsche Umgebung wie eine Schrotthalde aussieht. Aber die Klimaanlage funktioniert (das ist das Wichtigste) und wir können den schönen Wohnbereich nutzen, wo wir gleich den Begrüßungstee serviert bekommen.
Das Beste ist ein großes Becken, das Isa hinter einigen Lehmhäusern entdeckt und in dem das Wasser vom Fluss zum Begießen der Gärten gestaut wird. Wir dürfen dort zusammen mit der Dorfjugend baden.
Am Abend gibt es eine leckere Tajine mit Huhn für uns drei in amüsanter Gesellschaft:
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